Am Fuße der Cherangani Hügel erstrecken sich die nordwestlichen wüstenähnlichen Gebiete
Nordkenyas ins fast unendliche. Dieses Land am Fuße der Bergkette ist die Heimat der Pokot. Von den Maasai Suk genannt,
gibt es deren etwa 220000. Ihr Land, das an Uganda grenzt konnten nie genau festgelegt werden, weil die Pokot auf
der Suche nach Weideland regelmäßig in das Gebiet der Karamojong eindringen. Etwa 2/3 der Pokot
leben vom Vieh und 1/3 sind Bauern. Während die Viehalter pi pa tix genannt werden, heißen die
anderen pi pa pax, die Getreideleute.
Die nomadische Lebensweise der Pokot erlaubt es nicht, sich in größeren Zentren niederzulassen.
So werden wir kaum größeren Pokotdörfern begegnen, sondern nur Familiengruppen.
Die Hütten der Pokot sind sehr einfach und klein, sie haben keine Fenster und nur eine schmale Tür.
Sie sind rund mit einem flachen Dach und hatt Wände, die aus einer Mischung von Sand, Lehm und Kuhmist
hergestellt sind. Drum herum führt ein Zaun, der aus Zweigen eines Dornenbaumes gefertigt ist und das ganze
Viehgehege einschließt.
|
Die Kinder
In den ersten Lebensjahren werden
die Kinder als die Hoffnung für die Zukunft betrachtet. Gewöhnlich bleiben die Mädchen zu Hause,
während den Jungen schon von 3-4 Jahren an die Kälber und die Kühe anvertraut werden.
Als Grundlage für das Erwachsenwerden gilt die Beschneidung: Die jungen Leute werden hereingenommen
in die Verantwortung des Stammeslebens. Jungen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren, Mädchen nach dem
12. Lebensjahr.
Der Junge wird zum Verteidiger seines Stammes, er beginnt eigenes Vieh zu halten und er gehört zu denen,
die ausgeschickt werden, um Vieh auf Kosten anderer ethnischer Gruppen zu rauben. Die Mädchen werden
reif zur Heirat.
|